Die Generation Z verweigert sich klassischer Werbung und vertraut stattdessen Influencern.

Testimonials sind nichts Neues. Neu sind hingegen die Influencer, die sie verbreiten. Dieser Berufsstand lebt beispielsweise davon, sein Publikum auf den Sozialen Medien mit Schmink-Tipps, Blödel-Videos oder seiner Lebensgeschichte zu unterhalten.

Oft sind Influencer „Menschen wie du und ich“ und beziehen genau daraus ihre grosse Glaubwürdigkeit beim Publikum. Werbebotschaften transportieren sie also besonders wirkungsvoll. Influencer Marketing ist derzeit in aller Munde und in der Schweiz trotzdem noch nicht weit verbreitet. Ein guter Moment für den Einstieg – und hier fünf Tipps, damit der Einstieg gelingt.

Weshalb Influencer Marketing?

Die Generation Z, also die heute unter 20-jährigen, ist die erste Generation, die Technologie intuitiv benutzt. Sie lebt mit ihrem Handy, mit Sozialen Medien – und sie ist sich gewohnt, ihr wichtige Inhalte selbst zu holen. Das hat zur Folge, dass sie klassischen Werbemitteln ablehnend gegenübersteht. „Echte Menschen“, Peer-to-Peer-Kommunikation, sind für sie vertrauenswürdiger. Ausserdem bevorzugt die Generation Z Videos. Das alles spricht für Influencer Marketing.

Wie wählt man die richtigen „Influencer“?

Zentral ist, dass die Influencer zu Ihrer Marke passen. Und dass Ihre Marke dem Influencer passt. Bei der Wahl aufs Bauchgefühl zu achten, ist sicher nicht falsch. Ausserdem helfen Tools wie Reachbird dabei, datenbasierte Entscheide zu treffen: Reichweite; Interaktionsrate pro Thema, zu dem der Influencer Content erstellt; Zeitpunkt, wann der Influencer die höchste Interaktionsrate hat etc.

Was spricht für Macro- versus Micro-Influencer?

Macro-Influencer wie die Kim Kardashians dieser Welt arbeiten professionell und erreichen eine hohe Reichweite. Geht es um Bekanntheit, können Macro-Influencer die richtige Wahl sein. Will man hingegen das Involvement der Zielgruppe mit seiner Marke fördern, dann erzielen Micro-Influencer weit höhere Interaktionsraten mit ihren Followern. Digiday berichtete, dass die Interaktionsrate mit steigender Anzahl Follower sinkt. Auf Instagram beispielsweise beträgt die Interaktionsrate bei Micro-Influencern mit unter 1’000 Followern 8 Prozent, während sie bei Influencern mit über 1 Million Followern unter 1,7 Prozent liegt. Laut Reachbird bricht die Interaktionsrate ab 35’000 Followern regelrecht ein.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit „Influencern“ aus?

Influencer sehen sich als „Content-Creators“. Sie wissen, wie ihre Zielgruppe funktioniert und auf welche Posts und Videos sie anspringt. Besprechen Sie mit den Influencern die konkreten Ziele der Kampagne und lassen Sie die Influencer anschliessend arbeiten. Wichtig ist, dass der Influencer auch beim sponsored Post authentisch bleiben kann. Sonst ist’s vorüber mit der Glaubwürdigkeit. Denken Sie daran, Sponsored Content muss als solcher gekennzeichnet werden. Und ja, in der Schweiz gibt’s Influencer! Schauen Sie sich beispielsweise das Video von «CielleNoire» und «FashionPuppa» an, welches über 52’000 Mal aufgerufen wurde.

Was kostet Influencer Marketing?

Das kommt darauf an, ob Sie mit Micro- oder Macro-Influencern arbeiten und auf welches Bezahlsystem Sie sich einigen. Ein Tausenderkontaktpreis (TKP) beträgt laut Reachbird durchschnittlich zwischen CHF 7 – CHF 21. Bei einem Influencer mit 35’000 Follower bedeutet dies bei einem TKP von CHF 8, dass ein Post oder Video CHF 280 kostet.
Alternativ können Sie beispielsweise bei Events, über welche mehrere Postings entstehen sollen, Tagessätze vereinbaren oder die Content-Erstellung so vergüten, dass Sie die Inhalte auch selbst nutzen können.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Influencer Marketing? Haben Sie Fragen zum Thema? Nehmen Sie mit mir Kontakt auf!